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Das Labyrinth am Zeiler Käppele erstrahlt in neuem Glanz

Zu einer Oase der Ruhe und der inneren Einkehr machten die Kandidaten/innen der CSU-Liste das Labyrinth hinter dem Zeiler Käppele. Im Rahmen der Wahlkampagne 2020 hatten sie einen großen Teil des Werbeetats für Ortsbildverschönerungen eingesetzt.  In diesem Zusammenhang  legten die Frauen und Männer in den vergangenen Monaten nun Hand an, um dem Labyrinth, das vor vielen Jahren von Jugendlichen im Rahmen ihrer Firmvorbereitung angelegt wurde, neues Leben einzuhauchen. Ein privater Spender, der nicht genannt werden möchte, unterstützte die Neuanlage finanziell. Des weiteren wird dieses Projekt im Rahmen der ILE Lebensregion plus gefördert.  Die Stadträte Stefan Böttcher und Dieter Köpf übernahmen die Koordinierung des Vorhabens. In mehreren Arbeitseinsätzen entstand ein neuer Platz  zum Innehalten in der Natur. Die Wegführung des Labyrinths entstand aus verschiedenen heimischen Materialien. So wurden z.B. die Hackschnitzel von der Sechsthaler Ortssprecherin Heike Hluchnik geliefert und das Kiesmaterial von Paul Berchtold gespendet. Die Steinstele am Eingang des Weges, an der eine Beschreibung angebracht wurde, fertigte Steinmetzmeister Stefan Böttcher. Ergänzt wird das Labyrinth mit einer Ruhebank aus eigener Fertigung von Markus Wacker. Das Labyrinth ist links vom Freialtargelände am Zeiler Käppele zu finden. Eine entsprechende Ausschilderung und ein Informationsflyer werden erstellt. H.B.

Das Bild zeigt das fertige Werk des neuen Labyrinth

Auf den Fotos, die beim ersten Arbeitseinsatz entstanden,  sind zu sehen:  

v.l.n.r . Michael Brehm, Heike Hluchnik, Paul Berchtold, Max Hluchnik, Christian Käb, Stefan Böttcher und Dieter Köpf.

Weitere Helfer, die nicht auf dem Foto sind, waren Andreas Hofer, Alexander und Richard Köpf, Wolfgang Hetterich  und Christian Melchior.

Das neue LabyrinthErster ArbeitseinsatzHelfer beim Labyrinthbau

Hallo, ich bin die Neue!

 

Außer Tritt, wieder in die Gänge kommen!

 

Sommer 2020 – und alle Feste fallen aus. Wirklich alle?

Der Impuls zu Fronleichnam von Pfr i.R. Reiner Fries, "umrahmt" vom Blasorchester Sand, vielen Dank diesem. Die Musikvideos sind über unseren YouTube-Kanal abrufbar, der Impuls hier:

Corona und Fronleichnam 2020

Prozessionsmarsch (BOS) - YouTube-Video

Fronleichnam auf Sparflamme

Liebe Mitchristen! Wir feiern das Fronleichnamsfest in dieser merkwürdigen, verwirrten Zeit, in der der
Coronavirus so vieles durcheinandergebracht hat. Die Prozession wird aus Hygienegründen entfallen
und wir müssen die Schutzmaßnahmen befolgen, – wollen dies auch tun, damit wir uns keine Vorwürfe
machen müssen, falls es doch zu einer Ansteckung kommt. So feiern wir also nur eine Heilige Messe.
Wir feiern also in diesem Jahr gleichsam Fronleichnam auf Sparflamme!
Aber vielleicht hat diese Form der Feier auch etwas Positives. Denn sie könnte uns zum Wesentlichen
des Festes führen. Vieles, was sonst dazugehört, der äußere Rahmen läuft ja Gefahr, den Kern des Festes
zu überdecken, wie das auch bei anderen Festen der Fall ist, wie vor allem bei Weihnachten,
Erstkommunion, Hochzeiten.
Was ist nun der Kern des Fronleichnamsfestes, des „katholischsten“ aller Feste, könnte man sagen.
Das "Hochfest des Leibes und Blutes Jesu”, so heißt die offizielle Bezeichnung, gründet im letzten
Abendmahl, das Jesus am Gündonnerstags mit den Seinen gefeiert hat. Es war der Abend vor seinem To
des. Und da Jesus nichts mehr hatte, was er seinen Freunden hinterlassen konnte, als sich selbst,
schenkte er sich ihnen in den Gaben von Brot Wein: „Das ist mein Leib, das ist mein Blut.“ Die Jünger
verstanden zunächst nichts. Erst mit der Zeit wurde ihnen klar, welch kostbares Geschenk Jesus ihnen an
jenem Abend gemacht hatte. Aus diesem letzten Abendmahl hat sich die Eucharistiefeier entwickelt, das
große Zeichen der Christengemeinde. Und so ist es auf uns gekommen. Auch wir feiern immer wieder
das Abendmahl Jesu in der Heiligen Messe entsprechend seinem Wunsch: „Tut dies zu meinem Ge
dächtnis!“
Fronleichnam ist also die Erinnerung an das Lebenswerk Jesu, an seinen Sieg über den Tod und die
Zusage seiner Gegenwart. Das Fest richtet unseren Blick aber auch auf die Glaubenserfahrung, dass wir
Gemeinschaft mit Gott erfahren und in ihm eins sein dürfen und dass wir auch Gemeinschaft haben
untereinander und mit allen Christen.
Liebe Mitchristen! Normalerweise schließt sich an die Messfeier die Fronleichnamsprozession an.
Heuer – und wir hoffen nur für dieses Jahr – müssen wir auf sie verzichten.
Schade, denn die Prozession war immer ein schönes und einprägsames Zeichen, eine Demonstration
unseres Glauben. Wieviel Mühe hatten sich die Anwohner gemacht, die Häuser und Straßen zu
schmücken! Wie schön war es, wenn sich der Zug mit den vielen Ministranten und Teilnehmern durch
die Straßen unserer Gemeinde bewegte und die eindrucksvollen musikalischen Weisen der Blaskapelle
erklangen.
Heuer ist das nicht möglich aus den bekannten Hygienegründen. Alles ist nüchterner geworden,
kärglicher. In der Tat sind wir ärmer geworden. Aber vielleicht will uns Gott durch die Krise ein Zeichen
geben. Wenn das Äußere, das Drumherum wegfällt, kann aber das Wesentliche kann heller zum
Vorschein kommen. Wir können ja zunächst wieder die Heilige Messe feiern, die ja die Grundlage für
das Fronleichnamsfest ist. Dann wird es in diesem Jahr keine Prozession mit der Monstranz geben.
Da kommt mir ein interessanter Gedanke, – eine verwegene Idee: Können wir nicht selbst so zu einer
Art von Monstranz werden, ein lebendiges Zeigegefäß. Wir empfangen doch in der Messe die Hostie, den
Leib des Herrn, tragen also den Leib des Herrn in uns, wie die Monstranz die Hostie und gehen von hier
aus wieder zurück in unsere unsere gewohnt Umgebung.
Was hindert uns daran, – ja, sind wir nicht gerade dazu aufgefordert, die Liebe und die Barmherzig
keit unseres Herrn, die Güte und Menschenfreundlichkeit unsres Gottes und die Heiterkeit und Freude
des Hl. Geistes hinauszutragen in unsere Gemeinde, in unsere Häuser und Familien ? Wenn wir das
von Fronleichnam mitnehmen könnten, hätten wir das Fest nicht umsonst gefeiert, trotz Corona.

Tantum Ergo (BOS) - YouTube

Ab 17. Juni ist die Bücherei im Pfarrheim Sand wieder mittwochs von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet!

Kirchweih am Zeiler Käppele
Der Tag der Käppele-Kirchweih ist auf dem Zeiler Kapellenberg stets ein besonderer Tag. Beim Festgottesdienst am Freialtargelände versammeln sich stets mehrere hundert Gläubige um 10 Uhr zum Gottesdienst. Ganz anders in diesem Jahr. Nur mit Anmeldung durften 50 Personen mit Mundschutz die weitläufige Wiese rund um den Freialtar betreten. Ausgestattet mit eigenen Sitzgelegenheiten suchten sich die Gläubigen einen Platz mit genügend Abstand zum Nächsten. Während die meisten Verständnis zeigten, dass nur 50 Personen die Wiese mit Mundschutz betreten durften, konnten es einige nicht begreifen, dass im angrenzenden Biergarten die Menschen ohne Mundschutz viel näher beieinander saßen, als die Gläubigen auf der großen Wiese, auf der vor Jahren auch schon 2.000 Gläubige Gottesdienst gefeiert hatten. Auch auf der Freialtarinsel sah es gewöhnungsbedürftig aus. Da, wo sonst 10 bis 12 Ministranten stehen und ihren Dienst tun, war diesmal gähnende Leere. Neben Pfarrer Michael Erhart stand nur Diakon i. R. Bernhard Trunk. Und weil wegen Corona die Stadtkapelle noch nicht spielen durfte, übernahm Pastoralreferent Norbert Zettelmeier mit seinem Bariton die musikalische Umrahmung. Der Tag hätte nicht schöner sein können. Bei optimalem Freialtarwetter, üppigem Grün und 1000 Gänseblümchen freute sich Pfarrer Michael Erhart über die Gottesdienstgemeinschaft mit den Gläubigen. In seiner Predigt nannte der Seelsorger das Zeiler Käppele einen Herzensort, an dem Menschen ihr Herz öffnen können. Unzählige Menschen kommen im Laufe des Jahres zu diesem Gnadenort, um beim HERRN und bei Maria ihr Herz auszuschütten. Pfarrer Michael Erhart ermutigte die Gläubigen, selbst ein Herzensort für andere zu werden. Wer kein hartes Herz hat, wie es in der Lesung zu hören war, sondern ein weiches, weites und offenes Herz, kann eben für andere so ein Herzensmensch, so ein Herzensort sein, an dem man sein Herz ausschütten kann. Die Kommunionausteilung erfolgte mit besonderer Sicherheitsvorkehrung, bei der Pfarrer Michael Erhart vorab den Ablauf genauestens erklärte. Auch zur Andacht am Nachmittag, die Diakon i. R. Bernhard Trunk leitete, versammelten sich die Gläubigen um den Freialtar. Seitdem öffentliche Andachten wieder zugelassen wurden, fanden die Maiandachten am Freialtar statt. Ab Juni, wenn erfahrungsgemäß wieder weniger Besucher zur Andacht kommen, werden die Andachten wieder im Käppele stattfinden. In der Kirche stehen nummerierte Plätze zur Verfügung, so dass auch im Käppele der nötige Abstand gewährleistet werden kann.

Der Impuls zu Pfingsten von Pfr. Michael Erhart zum Nachlesen und -sehen per YouTube: Video bei Youtube - Pfingsten

Impuls zum Pfingstfest

Lesung aus dem ersten Korintherbrief

Auch über die Gaben des Geistes möchte ich euch nicht in Unkenntnis lassen.
Darum erkläre ich euch: Keiner kann sagen:
Jesus ist der Herr!, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet. Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. 
Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. 
Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt. 

Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt,
Weisheit mitzuteilen, 
dem andern durch den gleichen Geist die Gabe,
Erkenntnis zu vermitteln, 
dem dritten im gleichen Geist Glaubenskraft, 
einem andern - immer in dem einen Geist - die Gabe, Krankheiten zu heilen,
einem andern Wunderkräfte,
einem andern prophetisches Reden,
einem andern die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden,
wieder einem andern verschiedene Arten von Zungenrede, einem andern schließlich die Gabe, sie zu deuten. 

Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will. 
Denn wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, 
alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind,

einen einzigen Leib bilden: so ist es auch mit Christus. 
Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.

Wort des lebendigen Gottes
Impuls

Pfingsten – das Geburtstagsfest unserer Kirche. Und es ist ja schön, dass es am Geburtstag auch ein Geschenk gibt. Ein solches habe ich natürlich mitgebracht. Und öffne ich den Deckel – dann finde ich eine Hostienschale mit einer Hostie. Ab heute werden wir in unserer Pfarreiengemeinschaft wieder die Eucharistie anbieten, natürlich unter den notwendigen Auflagen. Und es ist für so manche eine Freude, endlich wieder diese Form von Gottesdienst feiern zu dürfen. Gerade für diese Menschen ist das wirklich ein Geschenk. Aber ich verstehe natürlich auch alle, die jetzt noch vorsichtig, zurückhaltend sind, die sich Sorgen machen, ob dieser Zeitpunkt nicht noch zu früh ist. Corona ist schließlich noch nicht vorbei.

Ich lade uns alle ein, mal zu überlegen, wo und wie wir zu einem Geschenk für andere werden können. Da mag man sich natürlich erst mal fragen: wie soll das gehen? Aber da weise ich auf Paulus mit seiner Lesung aus dem 1. Korintherbrief hin. Er entdeckt einen bunten Blumenstrauß von Fähigkeiten, die für uns völlig ungewohnt klingen: anderen Weisheit mitteilen – prophetisch reden – die Geister unterscheiden – Krankheiten heilen – Glaubenskraft zeigen.
Paulus will uns damit aufzeigen: in jedem Menschen stecken Fähigkeiten, die einem anderen gut tun können. Es gibt keinen Menschen, der nichts kann, egal, welchen Alters. Wer jung ist, kann vielleicht leichter anpacken, wer älter ist, kann im stellvertretenden Gebet für andere hilfreich sein. So wie nachher diese Hostie geteilt wird, so sollen auch wir unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten teilen, dass wir einander zum Geschenk werden. Lassen wir uns von Gott, im Gebet, in der Feier der Eucharistie, die Kraft schenken, dass wir aufeinander zugehen, einander gut tun, dass wir uns trauen, unser eigenes Leben zu öffnen wie ich mein Geschenk, dass ich vielleicht noch entdecke, was in mir schlummert, was Gott tief in mich hineingelegt hat, ein Talent, eine Gabe, die ich zum Wohl für andere einsetzen kann und die zugleich mich selbst erfüllt. Wenn ich spüre, dass Gottes Geist mich berührt, mich meint, dass ich bei allem „Normalen“ doch ein besonderer, ein gesegneter Mensch bin, dann kann ich auch fähig werden, mich zu öffnen, das Gute weiterzugeben und so auch anderen Menschen neue Begeisterung schenken. Im Moment sind viele Herzen verschlossen wie mein Geschenk, verunsichert in diesen Zeiten, ratlos ob der Zukunft. Ich wünsche uns allen ein unglaubliches Gottvertrauen, dass in jedem von uns etwas steckt, mit dem wir einem Mitmenschen etwas gutes tun, aber gleichzeitig dadurch selbst beschenkt werden. Dann wäre Pfingsten nicht nur ein schönes Bonbon, wo es langes freies Wochenende gibt, sondern echte Kraftquelle für alle. Und DU bist ein Teil davon!

Gebet
Herr Jesus Christus, du hast uns deinen Geist geschenkt, der ein Begleiter, Kraftquelle und Beistand sein will. Stärke uns in diesen Tagen der Corona-Krise ganz besonders. Lass uns spüren, dass unser Gott uns begleitet, uns nahe ist, uns Stärke und Zuversicht schenken will bei aller Schwachheit und Ohnmacht, die wir gerade empfinden. Wecke neue Zuversicht und gib uns den Mut, dass wir einander bestärken, unsere Talente und Fähigkeiten zum Guten füreinander nutzen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Liedvorschläge: GL 346-351; 781-784
Andachtsvorschlag: GL 675,5

Meditation

Heiliger Geist
entzünde neu in uns
die Flamme der Phantasie
damit wir gute Wege gehen

Entzünde neu in uns
das Licht der Weisheit
damit wir Gut und Böse unterscheiden können

Stärke neu in uns
das Feuer der Liebe
damit wir in unseren Mitmenschen dich erkennen

Segne und entflamme uns neu
damit unser Leben heil und froh wird

Segne uns, Gott
damit uns dein Geist aufweckt
wenn wir müde und mutlos geworden sind

Segne uns und stärke uns
damit uns deines Geistes Feuer neu erfüllt
und antreibt
deine Zeugen zu sein

Der Impuls zum 7. Sonntag der Osterzeit von Pastoralreferent Norbert Zettelmeier zum Nachlesen

Aus dem Johannesevangelium (Joh 17, 1-11a)

Jesus erhob seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht! Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war! Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. Sie haben jetzt erkannt, dass alles,was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen. Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast. Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.

Liedvorschläge: 281; 361
Andachtsvorschläge: 677,3: Glaube

Impuls: Zum Verstehen des Evangeliums ist es hilfreich, den Kontext, den Zusammenhang ins Auge zu fassen: der Evangelist Johannes überliefert große Reden von Jesus; man befindet sich im Abendmahlssaal, die Fußwaschung und das Mahl fand statt und Judas war schon in die Nacht hinausgegangen; nun hielt Jesus große Abschiedsreden, die seine Predigt und seine Zeichen zusammenfassten; auch kündigte Jesus sein Sterben und Auferstehen an; nun kommt unser heutiger Evangeliumstext, bevor sie in den dunklen Garten hinausgingen und Jesu Verhaftung sich anbahnte.
Unser heutiger Text ist die erste Hälfte des großen Abschiedsgebets: Jesus spricht zu Gott, seinem Vater. „Die Stunde ist gekommen.“ Durch den Tod hindurch möge er verherrlicht werden. Jesus bittet für die Jünger und die zurückbleibenden Gläubigen; und er betont, dass sie sein Wort bewahrt haben, dass sie die Wahrheit erkannt haben, dass sie zum Glauben gekommen sind, dass Gott Jesus gesandt hat und dass Gott der einzige und wahre Gott ist. Die Gemeinde, die der Evangelist Johannes vor Augen hat, muss die Feuerprobe bestehen, muss im christlichen Glauben standhaft sein, auch wenn Jesus nicht mehr sichtbar da ist.
Für unser Leben stellt sich (wieder) die große Frage, auch und gerade in Not und Bedrängnis: Glaube ich persönlich an Gott, der mein Leben erhält über den irdischen Tod hinaus, und glaube ich, dass Jesus Wahrheit von Gott gebracht hat? Dann haben wir einen ganz anderen Blick auf die Welt und unser Leben.

Gebet: Gott, Du hast uns in die Welt gestellt. Die Welt im Ganzen ist nicht das Paradies und der Himmel, sondern ein Ort des Ringens und der Bewährung. Gib uns den festen Glauben, dass Not und Bedrängnis vorübergehen, dass wir mit Dir verbunden bleiben und in Deiner Liebe das ewige Glück finden. Amen.

Der Impuls zu Christi Himmelfahrt, von Pfr. Michael Erhart. Als YouTube-Video

Video bei Youtube - Christi Himmelfahrt 2020

und zum Nachlesen:

Lesung aus der Apostelgeschichte:
Im ersten Buch, lieber Theophilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus von Anfang an getan und gelehrt hat, bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde. Vorher hat er den Aposteln, die er sich durch den Heiligen Geist erwählt hatte, Weisung gegeben. Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen.
Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt! Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden.
Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her? Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat. Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samárien und bis an die Grenzen der Erde.
Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken. Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, siehe, da standen zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.

Gebet: Herr, unser Gott, du schenkst uns Hoffnung auch in aller Hoffnungslosigkeit. Wir danken dir für deinen Zuspruch und bitten dich um den Geist des Beistands, dass wir immer neu spüren: du bist an unserer Seite, du begleitest uns alle Tage unseres Lebens. Auf dich dürfen wir unser Vertrauen setzen, denn du bist uns näher, als wir es je erfassen könnten. Sei du unser Wegbegleiter heute und allezeit. Amen

Impuls:
Eigentlich hat das Fest Christi Himmelfahrt etwas trennendes. Jesus wird in den Himmel aufgenommen, aber er ist für seine Jünger erst mal weg. Keiner mehr da, mit dem man sich unterhalten kann, der motivieren kann, an dem man sich ein Vorbild nehmen kann. Da kann man gut verstehen, wenn sich die Jünger allein fühlen. Doch sie haben nicht resigniert, anders als nach dem Tod am Karfreitag. Sie sind wenigstens wieder mutig nach vorne gegangen. Und genau die Haltung brauchen wir aktuell auch. Natürlich ist Verständnis für Einschränkungen notwendig, wichtig und sinnvoll. Aber im Glaubensleben dürfen wir nach vorne gehen. Wer sollte uns in diesen Tagen daran hindern, gerade auf die Menschen zuzugehen, mit denen ich mich noch aussprechen müsste, wo ein klärendes Gespräch mal notwendig wäre, die einfach einen Zuspruch und Beistand brauchen. Wir haben ganz bewusst an diesem Hochfest Christi Himmelfahrt „Hoffnungssteine“ präpariert, Steine, die keine Last sind, sondern Brücken bauen wollen. Es gibt ja das wunderbare Sprichwort: „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen.“ Genau solch eine Glaubensbrücke bieten wir als Gemeinde an mit unseren Hoffnungssteinen. Wäre es nicht schön, ich wünsche meinem Nächsten einfach Glück, völlig frei von Neid, dass es ihm besser gehen könnte als mir? Und wie groß ist doch immer der Wunsch nach Gesundheit, gerade in diesen Tagen. Eine Erkrankung ist ja immer ein schwerer Stein, der nach unten zieht. Und weil es mit dem Mundschutz grad etwas schwierig ist: jemandem ein Lächeln zu schenken, ist immer eine wunderbare Geste und kann manche Distanz überwinden.
3 Steine habe ich noch, wir kennen die Begriffe aus dem Hohen Lied der Liebe von Paulus: ich wünsche dir einen Glauben, der dich trägt auch in schweren Stunden, ich wünsche dir Hoffnung, die dir hilft, immer wieder nach vorne zu schauen, auch wenn manches im Leben gerade dunkel ist und ich wünsche dir Liebe. Eine Liebe, die im eigenen Herzen einen festen Platz hat und das Gute im Nächsten erkennen lässt und natürlich immer das Gefühl, von Menschen geliebt zu werden. Dann können wir bei allem Trennenden dieser Tage spüren: es besteht eine Verbindung, zu meinen Mitmenschen – und zu Gott, der uns in Jesus Christus die große Zielrichtung zeigt.

Liedvorschläge: 339, 337, 775
Andachtsvorschlag: 680,9

Impuls zum 6. Sonntag der Osterzeit samt Videomitschnitt, verfügbar bei YouTube

Video bei Youtube - 17. Mai 2020

Von Pfr i.R. Reiner Fries:

Abschiednehmen gehört zum Leben. Immer wieder müssen wir uns von Menschen, von Dingen und Lebensphase trennen. Auch Jesus muss Abschied nehmen. Seine Jünger sind um ihn versammelt. Stellen wir uns doch dazu! Was wird uns Jesus sagen? Dass wir jetzt alleine zurechtkommen müssen, dass wir endlich zeigen können, was wir von ihm gelernt haben?
Ein Satz gefällt mir besonders auf. „Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen“. Was bedeutet das? Ein Waise zu werden, also die Eltern zu verlieren, ist sicher eine schlimme Verlust. Erfahrungen wie Sterben, Einsamkeit, Endgültigkeit , Verlassenheit sind damit verbunden.
Wir können aber auch in anderer Weise von „Waise“ sprechen, wenn Beziehungen zerbrochen sind, wenn Partner, Kinder gute Freunde, andere Wege gehen. Da trauern dann Menschen, fühlen sich verlassen, vielleicht auch verraten.
Im einem anderen Sinn fühlen sich viele Menschen auch von Gott verlassen, gerade auch in der gegenwärtigen Zeit der Coronakrise. Gott scheint sich zurückgezogen zu haben. Er hat sich einfach still und leise davon gemacht.
Ob das nur eine aktuelle, moderne Erfahrung ist?
Auch die Jünger haben diese Erfahrung gemacht, verlassen zu werden? Und in den alttestamentlichen Psalmen rufen, ja schreien Menschen nach Gott. „Wo finden wir dich, Herr? Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Meine Gedanken wandern. Da höre ich Jesus sagen: Ich lasse euch nicht als Waise zurück, sondern ich komme wieder zu euch“ in einer anderen Weise, im Heiligen Geist.Und er sagt weiter: Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.
Ein Abschiedsgeschenk also macht uns Jesus. Er schenkt uns den Heiligen Geist. Beistand nennt er ihn; also einer, der uns beisteht; einer, der für uns spricht. Einer, der uns vertritt.
Es ist zwar richtig, dass wir Menschen oft das Gefühl haben, allein gelassen zu sein, aber ein größeres Geschenk könnte uns nicht gemacht werden als der Geist Jesu, der Heilige Geist Gottes. Die Klage, verlassen zu sein, kann sich dann in Freude verwandeln.
Am besten merken wir das, wenn wir unsererseits anderen Menschen auf ihrem Weg beistehen, für sie eintreten - und Anwälte des Lebens sind. Für einsame, kranke und abgeschriebene Menschen. Für traurige, gescheiterte und schuldig gewordene Menschen, für Menschen, die als Kostenfaktoren die Statistiken verderben.
Das Bild vom Anwalt, Advokaten für den Geist Jesu, für den Geist Gottes – kann zu einem Bild voller Hoffnung werden. Was ist das für ein kostbares Abschiedsgeschenk: den Geist Jesu zu haben und aus ihm zu leben!

Liedvorschläge: 324, 331, 871
Andachtsvorschlag: 679,6

Auch für diesen Sonntag hat Brigitte Hamm eine weitere Maiandacht gestaltet, welche unter diesem YouTube-Link mitgefeiert werden kann:

Video zur Maiandacht bei YouTube

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