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Auf ein Wort

Liebe Leserinnen und Leser, 
der Juli ist für viele ein Monat des Übergangs. Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu, Urlaubspläne werden konkret, Koffer werden gepackt und manche zählen schon die Tage bis zu ein paar Wochen Erholung. Gleichzeitig wird noch schnell erledigt, was vor den Ferien unbedingt fertig werden soll. Der Sommer ist eine besondere Zeit: Einerseits lädt er zum Durchatmen ein, andererseits bringt er Bewegung mit sich. 

Vielleicht kennen Sie das auch: Man freut sich auf die Ferien und merkt gleichzeitig, wie viel gerade im Wandel ist. Pläne verändern sich, Menschen gehen neue Wege, Abschiede und Neuanfänge liegen oft nah beieinander. Das Leben bleibt selten stehen. Es entwickelt sich weiter – manchmal in kleinen Schritten, manchmal ganz plötzlich. 

Gerade deshalb mag ich den Sommer. Er erinnert mich daran, dass Veränderung nicht nur anstrengend sein muss. Die Natur macht es uns vor: Felder reifen heran, Gärten stehen in voller Blüte, Früchte wachsen langsam ihrer Ernte entgegen. Vieles geschieht nicht auf einen Schlag, sondern Tag für Tag. Oft unbemerkt. Und doch entsteht Neues. 
Auch Gott wirkt oft auf diese Weise. Nicht spektakulär, nicht laut, sondern mitten im Alltag. Er begleitet Wege, die noch nicht ganz klar sind. Er schenkt Kraft für das, was vor uns liegt, und Vertrauen für das, was wir noch nicht überblicken können. Er geht mit durch Zeiten der Freude ebenso wie durch Zeiten der Unsicherheit. 

Vielleicht ist dieser Sommer eine Einladung, nicht nur die freien Tage zu genießen, sondern auch einen Blick auf das eigene Leben zu werfen: Was darf wachsen? Was braucht Zeit? Was möchte ich loslassen? Und wo entdecke ich Spuren von Gottes Begleitung? 

Ich wünsche Ihnen für die kommenden Wochen viele helle Momente, Begegnungen, die guttun, und die Gelassenheit, darauf zu vertrauen, dass Gott auch dort wirkt, wo noch nicht alles fertig und geklärt ist. 
Eine gesegnete Sommerzeit! 
Ihre 
Leandra Lunk 
Pastoralreferentin 

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