Liebe Leserinnen und Leser,
ich stehe im Moment sehr gerne früh auf, auch wenn ich eigentlich - das gebe ich zu - kein wirklicher Frühaufsteher bin. Aber im Mai fällt mir das gar nicht so schwer, denn oft scheint schon ganz früh die Morgensonne in meine Wohnung und ich höre das Vogelgezwitscher von draußen in meinen Ohren. Das ist für mich so ein richtig guter Start in den Tag.
Nicht nur deshalb ist der Monat Mai ein ganz besonderer und mein persönlicher Lieblingsmonat im Jahr.
Die Natur zeigt sich in ihrer ganzen Schönheit, die bunten Blumen blühen auf, das frische grüne Gras duftet nach Frühling, die Sonne scheint, die Tage werden immer heller und wärmer und man kann ganz viel neues Leben entdecken.
Aber auch die Menschen zu erleben, die draußen unterwegs sind, spazieren gehen, Fahrrad fahren, in den Gärten arbeiten und etwas anbauen, finde ich jedes Jahr aufs neue schön zu sehen.
Und in unserem Kirchenjahr ist der Mai auch etwas Besonderes, denn in diesem Monat richten wir unseren Blick besonders auf Maria. Wir feiern gemeinsame Maiandachten, in denen wir auf sie und ihr Leben, ihr Vertrauen in Gott und auf ihren Mut schauen.
Genau aus diesen Gründen finde ich das Thema unseres Brückenschlags „Mai - Ein Monat voller Segen“ sehr passend.
Segen ist wie ein guter Wunsch, eine Zusage und ein Zuspruch, den wir von Gott bekommen. Auch wenn wir den Segen nicht sehen können, ist er da und wir dürfen darauf vertrauen, dass der Segen Gottes wie die Sonnenstrahlen im Frühling auf uns herabkommt.
In Psalm 115 heißt es: „Ihr seid vom Herrn gesegnet, der Himmel und Erde gemacht hat.“ das drückt für mich sehr gut den Segen des Monats Mai aus. Gott hat die Erde erschaffen, die wir gerade in ihrer wunderschönen Pracht und Vielfalt erleben und er hat sie uns anvertraut, damit sie uns ein Segen ist.
Besonders im Monat Mai entdecke ich in der blühenden und wachsenden Natur und noch in so vielem mehr Gottes guten Segen
Und auch in den Begegnungen mit den Menschen, in den kleinen Gesten der Nächstenliebe, in überraschenden Worten meines Gegenübers oder in einem Lied, das mein Herz berührt, kann ich Gottes Segen spüren und erkennen.
Aber auch der erste Teil dieses Psalmverses ist wichtig, denn er erinnert uns daran, dass unser Leben in Gottes Hand liegt und das sein Segen uns auf unserem Lebensweg begleitet, stärkt und Hoffnung schenkt.
Wir sind Gesegnete - das ist ein Geschenk und Zuspruch Gottes an uns, aber auch ein Auftrag.
Denn wir sollen diesen Segen auch an unsere Mitmenschen weitergeben durch ein freundliches Lächeln, durch ein tröstendes Wort, durch einen überraschenden Besuch, durchs Mutmachen, durchs Zuhören, oder einfach durchs Da-Sein.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie in diesem Monat viele Segensmomente erleben, dass Sie spüren da ist jemand, der es gut mit mir meint, bei dem ich mich geboren und getragen weiß, der mich beschützt, begleitet und mich stärkt.
Der zu Ihnen spricht: „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.“
Ihre Gemeindeassistentin
Laura König
