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Liebe Leserinnen und Leser,

die Adventszeit hat begonnen und das Weihnachtsfest rückt näher. Wir stecken alle schon mittendrin im „Weihnachtsgeschäft“. Dazu gehören auch die vielen Symbole und Rituale, die im Advent jedes Jahr aufs Neue nicht fehlen dürfen, wie der Adventskalender, der Adventskranz, Lichterbögen, Sterne in allen Formen und Farben und vieles mehr.

Man ist sich oft gar nicht mehr bewusst, weshalb man die Symbole verwendet und wo sie herkommen. Wussten Sie zum Beispiel, dass der Adventskranz ursprünglich eine evangelische Erfindung war und sich erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch in katholischen Gegenden durchgesetzt hat?

Genauso wenig wie über die Herkunft der Symbole wissen wir meistens über ihre Bedeutung. Gerade weil in den meisten Familien die individuellen Weihnachtstraditionen von Generation zu Generation weitergegeben wurden, kennen wir den tieferen Sinn der Bräuche gar nicht mehr. Man stellt einen Tannenbaum auf, weil der eben zu Weihnachten gehört, man geht in die Kirche und beschenkt sich anschließend, weil das schon immer so war. Aber die Symbole des Advents geben mehr her als das, weshalb wir sie in der diesjährigen Adventszeit nochmal genauer unter die Lupe nehmen wollen.

Für mich zum Beispiel ist der Adventskranz ein besonders wichtiges Symbol. Er ist für mich der Inbegriff meiner Vorfreude auf Weihnachten. Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit mit meiner Familie, auf die feierlichen Gottesdienste, auf das gute Essen und so vieles mehr.

Mit dem Aufstellen des Adventskranzes zeige ich, dass ich bereit bin für die Ankunft des Herrn.

Dabei habe ich immer die Zeilen aus „Alle Jahre wieder“ im Kopf:

Alle Jahre wieder kommt das Christuskind
Auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.

Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus
Geht auf allen Wegen mit uns ein und aus.

Ich schmücke mein Zuhause, weil ich mir wünsche, dass alle, die darin ein- und ausgehen, gesegnet sind. Durch das Schmücken des Hauses, das Entzünden der Lichter und andere Weihnachtsrituale zeige ich, dass ich für die Ankunft des Christkindes bereit bin, das mit seinem Segen in jedes Haus einkehrt. Es fühlt sich so an, als könnte ich so meinen Teil dazu beitragen, dass mein Haus, seine Bewohner und seine Besucher gesegnet sind.

Hinter den einzelnen Symbolen, wie dem Adventskranz, bin ich auf einen besonderen Gedanken gestoßen, quasi auf das große Ganze: Das Weihnachtsfest an sich ist für mich ein Zeichen der Liebe Jesu zu den Menschen. Er hat uns das Fest seiner Geburt geschenkt, das so viele Menschen erreicht und ihnen Freude bereitet.

So oder so gibt es in der Advents- und Weihnachtszeit bestimmt für jeden etwas, das sie wertvoll macht. Die Symbole müssen auch nicht alle, immer und für jeden eine so tiefschürfende Bedeutung haben.

Wir dürfen auch einfach die Bräuche pflegen, weil wir sie schön finden und sie uns Freude bereiten.

Sie erinnern uns an die Vorfreude auf das Weihnachtsfest und gleichzeitig ermahnen sie uns, in unserem Alltagschaos und in der Weihnachtszeit, die besonders hektisch sein kann, auch mal inne zu halten und zu genießen.

Ich wünsche uns allen Gottes Segen für die kommende Zeit, für den Endspurt des Jahres und auch für das neue Jahr!

Ihre

Leandra Büttner

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