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Liebe Leserinnen und Leser,

jetzt haben Kerzen wieder Hochsaison. Nicht nur auf dem Adventskranz, sondern auch sonst werden - zumindest bei uns daheim - gerne Kerzen ans Fenster oder auch auf den Tisch gestellt, um mit ihrem warmen Licht die dunkle Jahreszeit zu erhellen.


Ein Licht anzünden hat für mich etwas beruhigendes. Denn es geht nicht so hopplahopp wie einen Lichtschalter zu betätigen, wo es von einer Sekunde auf die nächste hell wird. Es braucht etwas Zeit, bis das Feuer zunächst am Streichholz oder am Feuerzeug aufflammt und dann auch bis das Feuer auf den Docht überspringt. Und dann erst langsam erfüllt das Kerzenlicht den Raum um sich herum. Ein lebendiges Licht. Mal stärker und mal schwächer. Ein Licht, auf das man Acht geben muss, denn sonst kann es entweder gefährlich werden oder ausgehen.

Von daher ist es für mich, wenn ich eine Kerze anzünde, so das äußere und innere Signal: Jetzt habe ich Zeit: für mich, für meine Familie, für mein Gegenüber... Zeit zum Reden, zum Genießen, zum Erinnern... Es ist einfach etwas Schönes.

Es geht auf Weihnachten zu. Das Fest, an dem ein kleines Kind Licht in die Welt gebracht hat. Ganz anders als erwartet. Und es lädt mich ein, dass auch ich Licht in mein Leben und das meiner Mitmenschen bringe. „Zünd Dein Licht an.“, sagt es förmlich zu mir. Denke daran, was dir Hoffnung und Freude schenkt, was dich strahlen lässt. Tu das, was du gerne tust, womit du anderen vielleicht auch eine Freude machen kannst. Stell dein Licht dabei nicht unter den Scheffel, sondern zeige es. Gib auf darauf Acht. Lass es nicht ausgehen. Gib auf dich Acht.

Ja, es braucht Zeit. Es geht nicht von einer Sekunde auf die andere und auch nicht mal schnell zwischendurch. Aber vielleicht ist gerade in diesem Jahr, wo der Weihnachts-trubel womöglich etwas weniger ist, die Chance - die Zeit dafür, das zu tun, was dich glücklich macht. Was dein Licht im Inneren wieder aufleben lässt. Ein lebendiges Licht. Und wenn du aus dem Inneren strahlst, steckst du damit bestimmt auch andere an, möchtest ihnen vielleicht regelrecht dieses Licht weiterschenken und so ihre Dunkelheiten erhellen. So kann die Advents- und Weihnachtszeit eine Zeit des Lichts werden. Innerlich wie äußerlich.

Zünd ein Licht an. Und Zünd Dein Licht an.

Ich wünsche Ihnen dazu Gottes Segen.

Ihre Pastoralreferentin Sandra Lohs

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